Eine Brandmention ist schnell erklärt: der Name deiner Marke, genannt in einem Artikel, einem Beitrag oder einem Kontext, mit oder ohne klickbaren Link. Lange galt eine Erwähnung ohne Link als halber Erfolg, nett, aber ohne echten Wert. Das stimmt heute nicht mehr. Mentions sind zu einer eigenständigen Währung geworden, und wer sie ignoriert, lässt Sichtbarkeit liegen.

Was ist eine Brandmention?

Eine Brandmention bezeichnet einfach jede Nennung deines Markennamens außerhalb deiner eigenen Kanäle, in einem Nachrichtenartikel, einem Fachblog, einem Podcast-Transkript oder einem Forumsbeitrag. Das kann mit einem Link zu deiner Website geschehen, muss aber nicht. Die reine Nennung des Namens reicht oft schon aus, um als Signal zu zählen.

Das Zeitalter des Links

Um zu verstehen, warum sich das geändert hat, hilft ein Blick zurück. Googles PageRank-Logik, die jahrzehntelang das Rückgrat der Suchmaschinenoptimierung bildete, bewertete eine Seite danach, wie viele andere Seiten auf sie verlinkten, und wie vertrauenswürdig diese verlinkenden Seiten selbst waren. Ein Backlink war ein Stimmzettel. Ohne Link, kein Signal, so die lange gültige Faustregel. Entsprechend drehte sich SEO-Arbeit jahrelang fast ausschließlich um eine Frage: Wie bekommen wir mehr Links?

Warum Mentions jetzt genauso viel wert sind

Diese Logik hat sich grundlegend erweitert. Google selbst hat bestätigt, Markenerwähnungen auch ohne Link zur Bewertung von Relevanz und Autorität heranzuziehen. Eine Suchmaschine kann eine Marke mit einem Thema in Verbindung bringen, allein weil beide wiederholt gemeinsam in glaubwürdigen Quellen genannt werden, ganz ohne dass irgendwo ein Link gesetzt wurde.

Noch deutlicher zeigt sich das bei KI-Systemen wie ChatGPT, Google AI Overviews oder Perplexity. Diese Systeme lesen Text, nicht Linkstrukturen. Für ein Sprachmodell macht es kaum einen Unterschied, ob eine Marke in einem Satz verlinkt ist oder nicht, die Assoziation zwischen Marke und Thema entsteht allein durch die wiederholte, gemeinsame Nennung im Text. Eine Marke, die in vielen unabhängigen Quellen erwähnt wird, ob verlinkt oder nicht, wird von diesen Systemen als relevanter und vertrauenswürdiger eingestuft.

Was eine Mention konkret bringt

  • Bekanntheit und Vertrauen: Allein die Nennung in einem seriösen Medium stärkt die Wahrnehmung einer Marke bei echten Lesern.
  • SEO-Assoziationssignal: Suchmaschinen verknüpfen die Marke mit dem jeweiligen Thema, auch ohne Link.
  • KI-Sichtbarkeitssignal: Sprachmodelle nehmen die Erwähnung als Beleg für Relevanz auf und ziehen sie in generierte Antworten ein.
  • Reichweite beim eigentlichen Publikum: Die Leser des jeweiligen Mediums kommen direkt mit der Marke in Kontakt, unabhängig davon, ob sie klicken.
  • Potenzial für einen späteren Backlink: Eine unverlinkte Mention lässt sich oft mit gezieltem Nachfassen in einen echten Backlink verwandeln.

Wie du Mentions verdienst

Mentions entstehen nicht durch Bitten, sondern durch Angebote, die eine Redaktion tatsächlich gebrauchen kann. Das sind in der Praxis meist drei Wege: eigene, belastbare Daten, die eine Geschichte mit echtem Nachrichtenwert liefern; fundierte Experteneinschätzungen, die ein Journalist für seinen Artikel zitieren kann; und frei verfügbare Ressourcen oder Tools, auf die sich im Kontext eines Themas natürlich verweisen lässt. In allen drei Fällen gilt dasselbe Prinzip: Die Marke liefert echten Mehrwert für den Artikel, und die Erwähnung folgt daraus, nicht umgekehrt.

Willst du wissen, wie oft und wie deine Marke heute schon erwähnt wird, verlinkt oder nicht? Wir schauen es uns gemeinsam an.